Pflegende Angehörige am Rande der Erschöpfung – Ein Film mit Caren Miosga

Ein großer Teil der pflegebedürftigen Menschen wird zu Hause versorgt. Hinter dieser nüchternen Statistik stehen Ehepartnerinnen und Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister, Freunde und andere nahestehende Menschen.

Pflegende Angehörige am Rande der Erschöpfung – Ein Film mit Caren Miosga

Ihre Arbeit spart dem Pflegesystem Milliarden. Für die Pflegenden selbst bedeutet sie jedoch häufig:

  • weniger Einkommen durch reduzierte Arbeitszeit,
  • Nachteile bei der eigenen Rente,
  • körperliche und seelische Überlastung,
  • kaum planbare Erholungszeiten,
  • fehlende Kurzzeit-, Tages- oder Verhinderungspflege,
  • einen täglichen Kampf mit Anträgen und Zuständigkeiten.

Zwar gibt es gesetzliche Möglichkeiten, sich für die Pflege zeitweise von der Arbeit freistellen zu lassen. Doch bei längeren Auszeiten fehlt weiterhin ein wirklicher Lohnersatz. Wer Verantwortung übernimmt, muss deshalb oft selbst für die finanziellen Folgen aufkommen.

Und jetzt soll ausgerechnet bei den Familien gespart werden?

Die Pflegeversicherung steht finanziell unter erheblichem Druck. In der politischen Reformdebatte werden deshalb auch Veränderungen diskutiert, die Leistungen einschränken oder den Zugang zu Unterstützung erschweren könnten. Doch das wäre der falsche Weg.

Wer Entlastungsleistungen kürzt, Pflegebedürftige später unterstützt oder die soziale Absicherung der Pflegepersonen schwächt, spart nicht wirklich. Die Belastung wird lediglich weiter in die Familien verschoben – dorthin, wo sie schon heute kaum noch getragen werden kann.

Aus eigener Betroffenheit und mit Hilfe von Familien in Niedersachsen und Berlin filmte die Journalistin Caren Miosga über einige Monate die Lebenssituation pflegender Angehöriger.
Die Dokumentation wird am Montag, 26. Oktober 2026 um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlt. Bereits jetzt ist er über die Mediathek abspielbar.

Auch unsere Kampagne „Ein Pflaster reicht nicht!“ macht sichtbar, wo das Pflegesystem Menschen alleinlässt. Wir fordern unter anderem eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, einen echten Lohnersatz während längerer Pflegezeiten sowie verlässlich verfügbare Entlastungsangebote.

Auf dieser Seite finden Sie unsere Forderungen und Hintergründe zur Kampagne. Sie können uns außerdem Ihre eigene Geschichte erzählen: Wo fehlen Hilfen? Welche Anträge werden zur Belastungsprobe? Was bedeutet die Pflege für Ihre Gesundheit, Ihre Arbeit und Ihre finanzielle Situation?

Ihre Geschichte macht sichtbar, was Statistiken allein nicht zeigen. Machen Sie mit – denn Pflege braucht mehr als ein Pflaster und ein Dankeschön!